Schwangerschaft

Ehepaare, die sich Kinder wünschen, sollten früh über ihre Steuerklassen-Kombination nachdenken. In vielen Fällen ist es für das Elterngeld günstig, wenn eine berufstätige Ehefrau schon vor der Schwangerschaft die Steuerklasse III wählt. Der Ehemann muss dann in die Steuerklasse V eingestuft werden.

Hat das Ehepaar dadurch höhere Steuerabzüge als zuvor, kann es sich diese Mehrbelastung mit der Steuererklärung zurückholen.

Wechseln Frauen erst nach bekanntwerden der Schwangerschaft ihre Steuerklasse, kann der Vorteil verpuffen.
Den Antrag müssen sie spätestens im 7. Monat vor Beginn des Mutterschutzes stellen.

Bei Soldatinnen und Beamtinnen reicht ein Antrag im 7. Monat vor dem Geburtsmonat.

Das Formular für den Steuerklassenwechsel gibt es beim Finanzamt.

Beispiel ...

Errechneter Geburtstermin 28. April 2015
Mutterschutz 6 Wochen vorher = 17. März 2015
Antrag mindestens im 7. Kalendermonat vorher = August 2014
Antrag angenommen -> Ehefrau wäre ab September 2015 in Steuerklasse III

Bis zum Beginn des Mutterschutzes bezieht die Ehefrau sechs volle Kalendermonate Gehalt in Steuerklasse III
(sechs Monate sind das Minimum um die Höhe des Elterngeldes positiv zu beeinflussen).

Angenommen eine Ehefrau bezieht 3000 Euro Bruttolohn und beachtet nicht die Fristen,  bedeutet das,
dass anstelle 1316 Euro/brutto Elterngeld lediglich 906 Euro/brutto monatlich ausbezahlt werden.